EMK Nächstenhilfe

„Meine Menschlichkeit hängt mit deiner Menschlichkeit zusammen“, so erklärt der altehrwürdige Bischof Desmond Tutu das afrikanische Prinzip Ubuntu. Ich bin nur, wenn du bist. Mir geht es nur gut, wenn es allen gut geht. Ich kann nicht glücklich sein, so lange du leidest. 

Der Evangelist Lukas beschreibt solche wahre Mit-Menschlichkeit als Phänomen der ersten Christen, der Urkirche in Jerusalem: „Die Menge der Gläubigen aber war ein Herz und eine Seele; auch nicht einer sagte von seinen Gütern, dass sie sein wären, sondern es war ihnen alles gemeinsam. Und mit großer Kraft bezeugten die Apostel die Auferstehung des Herrn Jesus, und große Gnade war bei ihnen allen. Es war auch keiner unter ihnen, der Mangel hatte“ (Apg 4,32-34). Spüren wir die „große Kraft“, die in dieser Vision steckt? Vollmächtige Predigt und Nächstenliebe gehen Hand in Hand. So wie Jesus es wollte und vorlebte.

Als EmK und als Christenheit bleiben wir hinter diesen Erfahrungen meistens weit zurück. Und doch gibt es in der SJK (Süddeutsche Jährliche Konferenz) einen Ansatz, der aus diesem Geist geboren ist: den Sozialfonds EmK-Nächstenhilfe. Kirchenglieder, die durch Schicksalsschläge oder Unglück in Not geraten sind, erfahren Hilfe durch ihre Geschwister aus der ganzen Konferenz. Im Diensthandbuch heißt es (DHB SJK 650,1): „In Fällen besonderer Bedürftigkeit wird unbürokratisch geholfen“. Ein von der SJK gewählter Bewilligungsausschuss prüft die Anliegen und das Sozialwerk der SJK bezahlt dann aus dem Fonds. Bitte wendet euch vertraulich an die Pastoren, wenn ihr bei euch oder anderen eine Hilfesituation erkennt. 

(Text von Emk Marbach übernommen)