Bei nahezu allen Gottesdiensten und auch bei anderen kirchlichen Veranstaltungen tritt der Organistendienst in Aktion. Er hat einen langen Vorlauf.
Vor- und Nachspiel für den Gottesdienst werden oft schon Wochen zuvor eingeübt. Wenn wenige Tage vor dem jeweiligen Sonntagsgottesdienst von der verantwortlichen Predigerin / dem verantwortlichen Prediger der Gottesdienstablauf geschickt wird, werden die Choräle und die dazu gehörenden Vorspiele eingeübt und eine jeweils geeignete Registrierung erprobt. Es muss überlegt werden, welche Klangfarbe zur jeweiligen Choralstrophe passt. Auf welchen Manualen (Tastaturen) und mit welchen Orgelpfeifen lässt sich das am besten erreichen? Soll das Schwellwerk eingesetzt werden, mit dem sich die Lautstärke verändern lässt? Bringt die Strophe sehr zu Herzen gehende Aussagen, so dass der Tremulant betätigt werden kann? Und wie bekannt ist das Lied in der Gemeinde? Ist es noch unbekannt, dann ist es gut, die Melodie deutlich hervorzuheben, damit es für die Gemeinde leichter ist mitzusingen.
Für all das ermöglicht die Orgel in der Hoffnungskirche vielfältige Möglichkeiten.

Sie merken, der Organistendienst ist eine herausfordernde Aufgabe. Auch sorgt er beim Organisten/ bei der Organistin nicht selten für Nervosität, zumindest während des Vor- und Nachspiels.

Schon deshalb fand ich es immer schön, wenn andere Menschen mit mir zusammen den Organistenpart beim Vor- und Nachspiel, aber auch während der Choräle übernommen haben. So gab es schon manchen Ohrenschmaus, wenn als Vor- oder Nachspiel Flöten, Geigen, Gitarren, Celli, Klarinetten, Saxophone, Rhythmusinstrumente, Gesang,… mitmusiziert haben. Bisweilen war im Gottesdienst sogar eine Kostprobe eines Prüfungsstücks für die Schule oder das Studium zu hören. So wurde die Gemeinde zum Übfeld und sie freute sich stets daran, das war merklich!

Wer will sich mit seinem Instrument mit bei uns Organisten/Organistinnen einreihen? Klavierspieler/Innen sind natürlich auch herzlich willkommen! Bitte melden Sie sich bald, der neue Organistenplan wird demnächst erstellt!

Übrigens – meine schönsten Erlebnisse als Organistin waren die, als ich empfand, dass wir durch unser Singen und Musizieren miteinander da waren, um Gott zu loben.

G.Reinhardt