Glaube, der verbindet.

Aus einer Erneuerungsbewegung in Deutschland entstanden verschiedene kirchliche Gruppen, die sich später zur Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) zusammenschlossen.

Die Gemeinde der Hoffnungskirche ging aus der Vereinigung der Auferstehungs- und der Zionskirche im Jahr 2010 hervor. Die beiden methodistischen Gemeinden waren in den sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts entstanden. Damals erlebte Stuttgart gerade eine rasante Industrialisierung. Das damit einhergehende gewaltige Bevölkerungswachstum löste große soziale Probleme in der Gesellschaft aus.

Auch unsere „neue“ Gemeinde im Stuttgarter Westen engagiert sich in sozialen und diakonischen Projekten. Dabei teilen wir theologisch das reformatorische Erbe mit den Evangelischen Kirchen und arbeiten mit anderen Christen eng zusammen in der Ökumene, der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen und der Evangelischen Allianz.

Die EmK ist fester Bestandteil der internationalen United Methodist Church. Von den weltweit 12 Millionen Gliedern leben in Deutschland knapp 56.000 in über 500 Gemeinden. Dazu kommen verschiedene diakonische Einrichtungen wie das Bethesda-Krankenhaus in der Hohenheimer Straße oder das Seniorenzentrum Martha-Maria im Tiergartenweg.

Glaube, der in der Liebe tätig wird.

Der Methodismus entstand im 18. Jahrhundert als eine Erneuerungsbewegung innerhalb der anglikanischen Kirche. Ein Studentenkreis in Oxford, der von den Brüdern John und Charles Wesley geleitet wurde, kann als Ursprung angesehen werden. Die Hingabe und Disziplin, mit der sie ihr Christsein lebten, wurde als besondere Methode empfunden. Spöttisch nannte man sie „Methodisten“. Später übernahm die Bewegung die Bezeichnung als Ehrennamen.

John Wesley (1703-1791) entfaltete eine beispiellose Predigttätigkeit, die bei ihm Hand in Hand mit einem ausgeprägten sozialdiakonischen Handeln ging: Er setzte sich für Gefängnisreformen und die Abschaffung der Sklaverei ein und richtete unter anderem Armenapotheken und Darlehenskassen ein. Die religiöse Unterweisung von Kindern und Erwachsenen in der Sonntagsschule diente der Alphabetisierung einer breiten Bevölkerung.